EKV
Pfad: Startseite / Glauben & Leben / Wie geht evangelisch?

Wie geht evangelisch?

Ein evangelisches Angebot muss als solches gelebt werden und erkennbar sein. Dem Evangelischen Kirchenverband Köln und Region ist es deshalb wichtig, dass all seine Angebote etwa seiner Ämter und Einrichtungen ein evangelisches Profil haben. „Evangelisch“ muss mehr sein, als ein diffuses Etikett, dessen Bedeutung nicht immer zu erschließen ist. Wenn ein evangelisches Angebot sich nicht als solches von anderen gleichartigen Angeboten unterscheidet, verliert es letztlich seine Daseinsberechtigung. Darum orientieren sich alle Angebote an den Grundlagen des reformatorischen Glaubens und an der evangelischen Ethik.

 

Mehr als nur EIN Kern, doch unverwechselbar im Profil: biblische Frucht.

 

Die Evangelische Kirche ist basisdemokratisch und geht von einem mündigen Christen (und einer mündigen Christin, selbstverständlich auch im Pfarramt) aus, der sein Leben an den Geboten der Nächstenliebe orientiert. Wirken und Leben Christi, wie es in der Bibel überliefert ist, sind Leitfaden für das Handeln – ob im Bereich des Glaubens, der Seelsorge, der Diakonie oder der Gemeinschaft. Dies hat für die tägliche Praxis des evangelischen Christen und des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region konkrete Folgen.

Evangelische Christen verkünden ihren Glauben und vermitteln ihn ihren Mitmenschen. Sie respektieren aber auch andere Lebensentwürfe und Überzeugungen. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region steht für den evangelischen Glauben ein, sucht aber auch den gleichberechtigten Dialog mit anderen Konfessionen, Religionen oder auch Atheisten.

Evangelische Christen stehen für die Gleichberechtigung aller Menschen ein – unabhängig von Faktoren wie etwa Herkunft oder Geschlecht. So stehen im heutigen Evangelischen Kirchenverband Köln und Region Frauen selbstverständlich alle Ämter und Positionen offen – bis hin zur Stadtsuperintendentin. So sind alle Getauften aufgerufen, sich in ihrer Gemeinde einzubringen und - etwa als gewählte Presbyterin oder gewählter Presbyter - über die Geschicke der Kirche zu entscheiden. Sind Sie evangelisch? Dann sind Sie die Evangelische Kirche. Missfällt Ihnen etwas in der Kirche? Dann engagieren Sie sich und ändern es!

Die Evangelische Kirche ist eine Kirche der Liebe. Sie unterstützt Familien und Paare. Sie ist aber auch offen für Schwule und Lesben, die ihre sexuelle Orientierung hier nicht zu verstecken oder zu rechtfertigen brauchen. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region steht für eine tolerante Gemeinschaft, in der alle aufgehoben sind – ob glücklich verheiratet oder geschieden, ob gesetzestreu oder straffällig.

Evangelische Christen sind dazu aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen. Wir sind keine Befehlsempfänger, die auf Weisungen warten und die Schuld bei anderen suchen könnten. Wir sind als mündige Menschen verpflichtet, die Schöpfung zu bewahren und Menschen in Not zu helfen. Zu verantworten haben wir unser Tun letztlich allein vor Gott. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region kämpft für Zivilcourage, für ein bewusstes Leben und für die Teilhabe in allen Lebensbereichen.

Dies wirkt sich auf alle Angebote des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region aus. In unseren Krankenhäusern zum Beispiel steht nicht die Medizin im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Auch in Kindergärten und Schulen geht es nicht in erster Linie um die Erziehung, sondern um den ganzen Menschen. Alles Handeln hat sich zu verantworten vor Jesu Wort: „Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe“ (Joh 15, 12).

 

» Die „Credo-Bytes“ deklinieren den evangelischen „Markenkern“ Wort für Wort  

 

» Mehr Informationen zum Thema „Evangelische Sozialethik“?

© Evangelischer Kirchenverband Köln und Region