Stadtsuperintendent Rolf Domning begrüßt die „Kölner Botschaft“

„Wir werden weiterhin an einer guten Willkommenskultur mitarbeiten und uns gemeinsam mit Initiativen wie ‚Köln stellt sich quer‘ gegen Fremdenhass und Intoleranz stellen!“

Dieser Artikel wurde am 22.01.2016 veröffentlicht.
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22.01.2016

Die Evangelische Kirche in Köln und Region begrüßt die Kölner Botschaft und schließt sich ihrer Intention an.

Rolf Domning

Wir sind sehr dankbar für diese Initiative.

Wie wir schon zu Beginn des Jahres deutlich gemacht haben: Es darf keine Tolerierung sexueller Gewalt gegenüber Frauen geben, egal welcher Herkunft die Täter sind, auch dann nicht, wenn sie arabisch-nordafrikanischer Herkunft sind, auch dann nicht, wenn sie in Flüchtlingsunterkünften leben und womöglich unsere Gastfreundschaft missbrauchen.

Unsere Stadt muss wieder sicher werden!

Unser ganzes Mitgefühl gilt den Frauen, die in dieser Nacht entwürdigende Gewalterfahrungen gemacht haben.

Die betroffenen Frauen und Mädchen möchte ich noch einmal dazu ermutigen, Beratung in Anspruch zu nehmen. Neben anderen Beratungsstellen gibt es auch das Angebot unserer evangelischen Beratungsstelle (Telefon 0221/257 74 61).

Unser Mitgefühl gilt auch den Flüchtlingen, die jetzt unter Pauschalverdacht gestellt und bedroht werden, obwohl die meisten von ihnen friedlich und mit einer großen Bereitschaft zu Integration und Anerkennung unserer freiheitlichen Grundrechte in unserem Land Zuflucht gesucht haben.

Die Integration ist und bleibt eine große Herausforderung für uns alle! Wir werden weiterhin an einer guten Willkommenskultur mitarbeiten, weil uns die Bibel selbst dazu aufruft: „Gott hat den Fremdling lieb“ (5. Mose 10,16).

Gemeinsam mit Initiativen wie „Köln stellt sich quer“ bleiben wir dabei, deutliche Zeichen gegen Fremdenhass und Intoleranz und für ein respektvolles Miteinander zu setzen, damit wir uns alle – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – frei und ohne Angst in unserer Stadt bewegen können.

Rolf Domning
Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region



Text: APK
Foto(s): Jürgen Schulzki