EKV
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Repräsentanten und Bündnisse

Die Leitung der Evangelischen Kirche baut sich von unten nach oben auf, Beschlüsse werden grundsätzlich gemeinschaftlich geschlossen. Und trotzdem gibt es immer einen Repräsentanten, eine Repräsentatin. So steht der Stadtsuperintendent oder die Stadtsuperintendentin an der Spitze des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, ist Repräsentant/in der evangelischen Kirche und ihrer Gemeinden in Köln und Umgebung gegenüber Öffentlichkeit, Politik oder anderen Kirchen. Er oder sie leitet das höchste Gremium des Verbandes, die Verbandsvertretung, und ist zugleich Vorsitzende/r des Verbandsvorstandes - und immer auch Superintendent/in eines Kirchenkreises.

In der Rheinischen Landeskirche (EKiR) nimmt diese Aufgabe der oder die Präses wahr. In ganz Deutschland haben sich die 22 evangelischen Landeskirchen zur EKD, der Evangelischen Kirche in Deutschland, zusammengeschlossen. Die demokratisch verfaßten und gewählten Leitungsgremien der EKD sind: Synode, Rat und Kirchenkonferenz. Aus der Mitte der gewählten Ratsmitglieder bestimmen Synode und Kirchenkonferenz gemeinsam den Vorsitzenden oder die Vorsitzende des Rates - dies ist der Mensch, der für die Öffentlichkeit das Gesicht der EKD repräsentiert.

All diese Gremien konferieren selbstverständlich auch überregional in verschiedenen Netzwerken oder Zusammenschlüsen, in Verhandlungen, durch Vereinbarungen oder einfach im Austausch mit anderen theologischen Organisationen - hier nur eine kleine Auswahl der Organisationen sowie der wichtigsten Vereinbarungen überregionalen Zuschnitts:



Bundesverband der Diakonie

Die Diakonie ist sozusagen das evangelische "Pendant" zur katholischen Caritas. Diakonische Einrichtungen gibt es in manchen evangelischen Gemeinden, direkt vor Ort, als Sozialstationen, mit Kleider- oder Essenshilfen, Angeboten zur Tagespflege und Gesundheit und manchem mehr. Auf der Ebene des Evangelischen Kirchenverbands Köln ist das Diakonische Werk Köln und Region mit all seinen vielfältigen Angeboten zwischen Bedburg und Wesseling, im Rhenisch-Bergischen Kreis und in Köln die richtige Adresse: Schuldner- oder Migrationsberatung, Hilfen für Jugendliche oder SeniorInnen und vieles mehr. Der deutschlandweite Dachverband der Diakonie schließlich ist der Bundesverband - wiederum ebenfalls mit diversen eigenen Angeboten. Aber auch bei Fragen, etwa : "Wie ist die Diakonie aufgebaut? Welche Geschichte hat sie? Was sind ihre Leitlinien? Wie ist sie organisiert?" hilft die hier aufgeführte Internetseite klären, außerdem gibt es dort Antworten auf Fragen rund um den Verband der Diakonie, die Grundlagen diakonischer Arbeit, Strukturen, Leitbild und vieles mehr.

Diakonie, Bundesverband

Evangelische Kirche der Union (EKU)

Die Gründung der Evangelischen Kirche der Union (EKU) reicht in das Jahr 1817 zurück. Damals regte der preußische König Friedrich Wilhelm III. an, mit dem 300. Jahrestag der Reformation Martin Luthers solle in seinem Lande die Vereinigung der lutherischen und der reformierten Gemeinden durch gemeinsame Abendmahlsfeiern eingeleitet werden. Ihren Namen trägt die EKU seit 1954. Davor hieß sie „Evangelische Kirche der altpreußischen Union“. In ihrer Ordnung hat sich die EKU verpflichtet, die Gemeinschaft in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der sie als Gliedkirche angehört, zu festigen und zu vertiefen. Zur EKU gehören sieben Gliedkirchen: die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg, die Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz, die Pommersche Evangelische Kirche, die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und die Evangelische Kirche von Westfalen. Sitz der Zentrale (Kirchenkanzlei) ist Berlin. 2003 entsteht aus der EKU zusammen mit weiteren Kirchen, die der Arnoldshainer Konferenz (AKf) angehören, die Union Evangelischer Kirchen (UEK).

Evangelische Kirche der Union

Gemeindeentwicklung und "missionarische Volkskirche" im evangelischen Rheinland

Die Evangelische Kirche im Rheinland will „missionarische Volkskirche sein“. Denn: Eine Kirche könne sich niemals selbst genug sein, sondern müsse sich immer wieder darum bemühen, Menschen für den Glauben und die Mitgliedschaft in der Kirche zu gewinnen. Darum will die EKiR eine Kirche, die auf Menschen zugeht, um sie mit dem Evangelium in Kontakt zu bringen, sie zum Glauben einzuladen, ihnen zu dienen und sie zur Umkehr zu einem neuen Leben in Gerechtigkeit und Solidarität zu rufen. Denn in einer pluralen Gesellschaft, in der die Bindungskraft des tradierten Christentums nicht mehr selbstverständlich sei, gewinne diese Dimension kirchlichen Handelns an Bedeutung. Konkrete Hilfen bei der Umsetzung dieses anspruchsvollen Unterfangens bietet im Evangelischen Rheinland unter anderen das Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste.

Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste

Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)

In der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) - Leuenberger Kirchengemeinschaft - sind fast alle evangelischen Kirchen in Europa organisiert. Ihr Gründungsdokument ist die Leuenberger Konkordie (1973). Die Konkordie beendete die mehr als 450-jährige Epoche der Kirchenspaltung von lutherischen und reformierten Kirchen. Die GEKE-Mitgliedskirchen gewähren einander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Die GEKE trägt maßgeblich dazu bei, die evangelische Stimme in Europa zum Ausdruck zu bringen. Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) ist Mitglied der GEKE. Sie arbeitet in zwei Regionalgruppen der GEKE mit, der Nord-Westgruppe und der Konferenz der Kirchen am Rhein.

Evangelische Kirche im Rheinland

Konkordie reformatorischer Kirche

Die „Konkordie reformatorischer Kirche“ - auch Leuenberger Konkordie genannt - stellt aufgrund von Lehrgesprächen ein „gemeinsames Verständnis des Evangeliums zwischen lutherischen, reformierten und unierten Kirchen, den Waldensern und den Böhmischen Brüdern" fest. Am 16. März 1973 wurde auf dem Leuenberg bei Basel die Leuenberger Konkordie unterzeichnet. Auf dieser erkannten sich die unterzeichnenden Kirchen gegenseitig an und erklärten untereinander Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Die 49 Artikel umfassende Konkordie trat am 1. Januar 1974 in Kraft.

Glaubens-ABC der EKD

Lutherischer Weltbund (LWB)

Der Lutherische Weltbund (LWB) ist die globale Gemeinschaft von christlichen Kirchen lutherischer Tradition. 1947 in Lund/Schweden gegründet, zählt er heute 138 Mitgliedskirchen in 77 Ländern. Damit vereint der LWB rund 66 Millionen Christen. Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) ist zwar kein Mitglied des LWB. Allerdings ist sie durch die Zusammenarbeit mit Mitgliedern des LWB in der Gemeinschaft der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) mit dem LWB verbunden. Das betrifft vor allem die Kooperation bei Projektförderungen. Außerdem befasst sich der LWB mit Themen wie Mission und Globalisierung – also für die EKiR relevanten Themen.

Evangelische Kirche im Rheinland

Ökumenisch organisiert: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)

Die Einheit der Christinnen und Christen zu fördern, ist das Ziel der ökumenischen Bewegung. In vielen Ländern geschieht dies durch Nationale Kirchen- und Christenräte. In Deutschland ist die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) das repräsentative Organ und Forum der christlichen Kirchen. Derzeit gehören 17 Kirchen als Mitglieder und drei Kirchen als Gastmitglieder zur ACK: die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Römisch-katholische Kirche, orthodoxe Kirchen, orientalisch-orthodoxe Kirchen, evangelische Freikirchen und andere kleinere Kirchen. Dazu kommen vier Organisationen als ständige Beobachter. Damit repräsentiert die ACK ein weites und vielfältiges Spektrum der kirchlichen Ökumene. Zu den lokalen Arbeitsgemeinschaften zählen im Gebiet des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region die ACK Köln und die ACK Brühl.

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK)

Ökumenische Gemeindepartnerschaftsverträge im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region

Im Juni 1999 haben die evangelische und die katholische Kirchengemeinde in Köln-Neubrück in Köln den deutschlandweit ersten ökumenischen Gemeindepartnerschaftsvertrag unterzeichnet. Der Vertrag sieht vor, künftig gemeinsame Gebete am Buß- und Bettag, zum Weltgebetstag der Frauen oder ökumenische Gottesdienste anzubieten. Musikalische Kreise, Seniorenangebote, Gesprächsgruppen, die Arbeit der Elternbildungswerke, Feste und Feiern sollen ebenfalls gemeinsam gestaltet werden. Und: "Wir verpflichten uns, nach Wegen weiterer Gemeinsamkeiten zu suchen, um unser ökumenisches Anliegen voranzubringen und die Einheit der Kirchen in versöhnter Vielfalt anzustreben." Im Januar 2000 haben auch die katholische Hildeboldkirche und die evangelische Christuskirche von Frechen-Königsdorf einen ökumenischen Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Im Mai 2002 unterschrieben die katholischen Gemeinden von St. Rochus, St. Dreikönigen und St. Batholomäus und das evangelische Gemeindezentrum Ossendorf der Kirchengemeinde Bickendorf einen ökumenischen Partnerschaftsvertrag. Im November 2002 folgten mit den Kirchen St. Alban und St. Barbara auf katholischer Seite und der evangelischen Friedenskirchengemeinde die Christinnen und Christen aus Erftstadt-Liblar. Im selben Jahr schloss auch das Presbyterium der Gemeinde Lechenich mit der Pfarrgemeinde St. Kilian einen Vertrag. Im Oktober 2003 unterzeichneten die katholische Gemeinde St. Mariä Geburt und die evangelische Gemeinde von Köln-Stammheim einen ökumenischen Partnerschaftsvertrag. Im Mai 2005 folgten die Christinnen und Christen in Chorweiler: Die evangelische Gemeinde Köln-Neue Stadt und St. Johannes setzten ein ökumenisches Zeichen. Im November geschah dies auch in Hürth mit der Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Friedenskirche und der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Geburt. In der Heilig Geist-Kirche in Lövenich wurde im Dezember 2006 die Partnerschaft zwischen der Evangelischen Gemeinde Weiden/Lövenich und der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien in Weiden feierlich unterzeichnet. Im Dezember 2013 schloss in Köln-Bayenthal die evangelische Gemeinde eine ökumenische Partnerschaft mit der benachbarten Pfarrgemeinde "St. Matthias und Maria Königin". Es folgte im Juni 2014 – ebenfalls im Kölner Süden – die evangelische Gemeinde Köln-Zollstock, die mit den beiden Kirchen St. Pius und „Zum Heiligen Geist“ die Partnerschaft schloss. Kurze Zeit später, im Juli 2014, vereinbarten auch die evangelische Gemeinde Köln-Raderthal und die Pfarrgemeinde St. Maria Empfängnis eine ökumenische Partnerschaft.

Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

Reformierter Bund in Deutschland

Die Reformierten verstehen sich nicht als eine Konfession in Abgrenzung zu anderen, sondern als Glieder der einen Kirche Jesu Christi, die ständig erneuert – reformiert – werden muss. Und die Bekenntnisschriften sind nach ihrer Auffassung keine Bekenntnisformeln, die einen historischen Standpunkt beschreiben und festlegen, sondern sie fordern den Bekenntnisvollzug, das aktuelle Zeugnis. So gibt es keinen einheitlichen Katalog von dem, was reformiert ist, sondern spezifisch reformierte Akzente, die die Reformierten in die kirchlichen und theologischen Diskussionen der Gegenwart einbringen, zum Beispiel: der presbyterial-synodale Aufbau von Gemeinde und Kirche; die besondere Berücksichtigung des Alten Testaments für Predigt und Lehre (zum Beispiel das Festhalten am biblischen Wortlaut der Zehn Gebote); der Psalmengesang als wichtiger Teil des Gottesdienstes; die Betonung des Glaubensgehorsams, der "Heiligung" oder auch der "Dankbarkeit", wie sie im dritten Teil des Heidelberger Katechismus beschrieben wird; die Königsherrschaft Christi im Sinne von These 2 der Barmer Theologischen Erklärung. Sein aktuelles Zeugnis bringt der Reformierte Bund deutlich ein in die theologische und kirchliche Landschaft der EKD.

Reformierter Bund Deutschland

Reformierter Weltbund (RWB)

Der Reformierte Weltbund (RWB) ist der Zusammenschluss von über 200 reformierten, kongregationalistischen, presbyterianischen und unierten Kirchen in der ganzen Welt. Er verbindet rund 75 Millionen reformierte Christinnen und Christen in 107 Ländern. Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) ist zwar kein Mitglied des RWB, aber durch die reformierte Prägung vieler Gemeinden und der kirchlichen Verfassung den reformierten Kirchen sehr verbunden. Sie unterstützt Projektes des RWB und nimmt die theologische Diskussion der reformierten Kirche auf. Ein wichtiger Prozess ist der "Bund für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit", den der Reformierte Weltbund ins Leben gerufen hat und der sich kritisch mit der ökonomischen Ungerechtigkeit auseinandersetzt.

Evangelische Kirche im Rheinland

Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD)

1948 wurde in Eisenach die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) gegründet. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von acht lutherischen Landeskirchen in Deutschland (Bayern, Braunschweig, Hannover, Mecklenburg, Nordelbien, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Thüringen). Die VELKD, die ihren Sitz in Hannover hat, will die Grundeinsichten der Reformation lutherischer Prägung fruchtbar machen und diese in Stellungnahmen und Publikationen auf kirchliche und gesellschaftliche Herausforderungen beziehen. Die VELKD und das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes koordinieren und halten die Verbindungen zu den lutherischen Kirchen in aller Welt. Ihrem Selbstverständnis nach ist die VELKD auch der ökumenischen Arbeit verpflichtet. Sie steht im Dialog mit der römisch-katholischen Kirche. Sie führte auch Gespräche mit Freikirchen - Methodisten und Mennoniten - sowie mit Altkatholiken, die dazu führten, dass die evangelischen Landeskirchen mit den genannten Kirchen mittlerweile Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft haben.

Glaubens-ABC der EKD

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